Notfallordner für die Familie.
Was deine Liebsten wissen sollten – in Ruhe aufgeschrieben.
Du weißt, wo der Kellerschlüssel liegt, wann die Autoversicherung ausläuft und wen man anruft, wenn die Heizung streikt. Aber wenn du morgen auf Reisen wärst, viel um die Ohren hättest oder einfach nicht erreichbar wärst – wer wüsste es dann an deiner Stelle? So schreibst du die wichtigen Dinge an einem Nachmittag auf: dein Notfallordner für die Familie.
Was nur du weißt
Es geht nicht darum, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Sondern darum, deinen Liebsten etwas abzunehmen.
In jeder Familie gibt es jemanden, der „weiß, wo alles ist“. Das funktioniert wunderbar – solange dieser Mensch telefonisch erreichbar ist. Es braucht nur etwas Unvorhergesehenes (eine lange Reise, einen Umzug, eine besonders volle Zeit), und die anderen müssen alles allein suchen: einen Vertrag, eine Nummer, eine Frist.
Einen Notfallordner anzulegen heißt nicht, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Es heißt, deinen Liebsten etwas abzunehmen – und dir selbst auch: Was aufgeschrieben ist, musst du dir nicht mehr merken.
Was in den Notfallordner gehört: die Checkliste in sechs Bereichen
Du musst nicht alles auf einmal ausfüllen. Fang mit dem Bereich an, der dir am meisten am Herzen liegt.
- ZuhauseWo die Ersatzschlüssel, der Stromzähler und der Wasserhaupthahn sind. Wen man für Heizung, Elektrik oder bei der Hausverwaltung anruft. Die Pflanze, die gegossen werden will, der Tag der Altpapiersammlung.
- DokumenteWo Ausweise, Krankenkassenkarten, Verträge und Urkunden liegen. In einer Schublade, in einem Ordner oder digital.
- Bank und VersicherungenBei welchen Banken und Versicherungen du bist, wie deine Beraterin oder dein Berater heißt, wo Policen und Verträge liegen. Keine Codes: Es genügt zu wissen, an wen man sich wendet.
- FristenRechnungen, Raten, Steuern, die Autoprüfung, Abos, die sich verlängern. Was automatisch bezahlt wird und was nicht.
- Wichtige KontakteHausärztin oder Hausarzt, Treuhand, Anwalt, Notariat, Nachbarn deines Vertrauens, Arbeitgeber. Name, Nummer und wofür man sie anruft.
- Menschen und TiereWer die Kinder abholt, die Schulzeiten, wer sich um den Hund kümmert. Die kleinen Dinge, die nur du weißt.
So schreibst du klare Anweisungen
- Schreib, wie du sprichst. „Der Haupthahn fürs Wasser ist unter dem Spülbecken, rechts“ hilft mehr als „Haupthahn: Küche“.
- Sag, wo – nicht nur, was. Jede Information hat ihren Platz: eine Schublade, einen Ordner, eine Datei.
- Schreib dazu, warum. „Ruf Thomas an, den Elektriker: Er kennt die Anlage und hat den Schlüssel zum Sicherungskasten.“
- Lies sie einmal im Jahr durch. Wähle einen festen Tag, etwa deinen Geburtstag oder den Jahresanfang: Zehn Minuten reichen.
Die Heizung
Sie steht im Abstellraum, links hinter der Tür. Wenn sie streikt, drück 5 Sekunden lang auf den roten Knopf.
Wenn sie nicht wieder anspringt, ruf die Firma an, die jeden Oktober die Wartung macht: Die Nummer hängt am Kühlschrank, und sie kennen die Anlage.
Das Serviceheft ist im blauen Ordner, in der obersten Schublade des Schreibtischs.
Deine Anweisungen – sicher bewahrt und bereit, wenn sie gebraucht werden
Du kannst sie jederzeit ändern, bis zu dem Tag, an dem sie ankommen. Wer sie erhält, sieht vorher nichts.
Schreiben und anhängen
Erstelle eine Kapsel „Anweisungen“, schreib alles auf und füge Dokumente, Fotos oder Sprachnachrichten hinzu.
Wähle, wer sie erhält
Ein oder mehrere Menschen deines Vertrauens. Sie müssen sich nicht registrieren: Sie erhalten einen persönlichen Link und PIN.
Wähle, wann
An einem bestimmten Datum – oder wenn deine Vertrauensperson bestätigt, dass der Moment gekommen ist.
Notfallordner für die Familie: die häufigsten Fragen
Noch Fragen? Schreib uns über die Seite Hilfe.
Andere Worte, für andere Momente
Was du weißt,
aufgeschrieben für die, die du liebst.
Fang mit dem ersten Bereich an. Der Rest kann warten.
