Brief an meine Enkel.
Die Geschichten der Großeltern, zum Aufbewahren.
Ein Brief an die Enkelkinder ist der einfachste Weg, ihnen weiterzugeben, was nur Großeltern wissen: wie man früher gelebt hat, wie Mama und Papa als Kinder waren, das Sonntagsrezept, das Lied, das ihr zusammen gespielt habt. Du kannst ihn heute schreiben und bestimmen, wann sie ihn lesen: zu einem Geburtstag, zum 18. Geburtstag, am Tag des Studienabschlusses.
Was nur Großeltern erzählen können
Enkel werden schnell groß, und manche Geschichten kennst nur du. Als Kinder hören sie nur mit halbem Ohr zu; als Erwachsene wollen sie sie noch einmal hören, in aller Ruhe. Ein Brief bewahrt sie sicher bis zu diesem Tag.
- Wie Mama und Papa als Kinder warenDie Streiche, die ersten Wörter, der Tag, an dem sie die gute Vase zerbrochen haben.
- Wie das Leben früher warDie Schule, die Spiele im Hof, der erste Urlaub am Meer.
- Die FamilientraditionenDas Sonntagsrezept, das Sommerfest, die Art, wie das erste Geschenk ausgepackt wurde.
- Was du gelernt hastDie Ratschläge eines ganzen Lebens, erzählt mit deinen eigenen Worten.
Großeltern sind das Gedächtnis der Familie. Ein Brief macht daraus ein Geschenk.
Wie du einen Brief an deine Enkel schreibst
Fünf Tipps für Großeltern, die anfangen möchten – auch ohne Schriftsteller zu sein.
- Erzähl eine Geschichte, keine Moral. „Als ich so alt war wie du …“ wirkt besser als jeder Ratschlag.
- Erzähl von ihren Eltern. Enkel lieben es zu erfahren, dass Mama und Papa auch mal ungehorsame Kinder waren.
- Erinnere an etwas, das ihr zusammen erlebt habt. Ein Spaziergang, ein Lied am Klavier, die verbrannten Kekse: Das sind die Erinnerungen, die zählen.
- Schreib, ohne an die Form zu denken. Nutze eure Spitznamen, eure Wörter, auch Dialekt, wenn ihr so miteinander redet.
- Wähl den richtigen Moment. Ein Geburtstag, der 18. Geburtstag, der Studienabschluss: Jeder Moment verlangt andere Worte.
Wie anfangen? 6 erste Sätze
Wähl den Satz, der am besten zu dir passt, und schreib von dort aus weiter.
Kurze Sprüche für deine Enkel
Manchmal reichen zwei Zeilen, auf eine Karte geschrieben oder für die Zukunft aufgehoben. Hier sind einige für die Momente, die zählen.
Zur Geburt
- „Willkommen, meine Kleine. Seit heute hat unsere Familie ein Herz mehr.“
- „Du bist gekommen, und ich bin Opa geworden. Danke für dieses Geschenk.“
Zum Geburtstag
- „Jedes Jahr wirst du größer – und ich jedes Jahr stolzer auf dich.“
- „Alles Liebe zum Geburtstag, mein Schatz. Möge dein Leben voller Torten und Lachen sein.“
Zum ersten Schultag
- „Schulranzen auf den Rücken, Neugier in den Augen: Die Welt wartet auf dich.“
- „Auch deine Mama hatte am ersten Tag Angst. Und dann hat sie fliegen gelernt.“
Zum 18. Geburtstag
- „Vor achtzehn Jahren habe ich dich zum ersten Mal im Arm gehalten. Heute sehe ich dich allein deinen Weg gehen.“
- „Jetzt gehören die Schlüssel dir. Aber bei Oma und Opa steht die Tür immer offen.“
Zum Studienabschluss
- „Opa hat nie so viel studiert. Aber er ist der stolzeste Opa der Welt.“
- „Du hast hart gearbeitet. Genieß heute jeden Augenblick.“
Von Tante und Onkel
- „Deine Tante zu sein, ist mein liebster Titel.“
- „Für die Geheimnisse, die du Mama und Papa nicht erzählen willst, ist dein Onkel immer da.“
Ein Brief vom Opa an seine Enkelin
Die schönsten Briefe von Großeltern beginnen bei einem gemeinsamen Moment. Hier ein Beispiel, geschrieben von einem Opa für das erste Klaviervorspiel seiner Enkelin.
Liebe Lena,
heute haben wir den ganzen Nachmittag am Klavier verbracht. Du hast beschlossen, dass die schwarzen Tasten „die traurigen“ sind und die weißen „die fröhlichen“, und du spielst nur die fröhlichen.
Wenn du diese Zeilen liest, stehst du bei deinem ersten Vorspiel auf der Bühne. Vielleicht zittern dir ein bisschen die Hände. Das war bei mir auch so, weißt du? Dann beginnt die Musik, und die Hände wissen von selbst, was sie tun müssen.
Wenn du dich bei einer Note vertust, lächle und spiel weiter. Niemand hört auf die falschen Töne: Alle hören dir zu.
Und wenn du nach Hause kommst, spielen wir zusammen. Diesmal auch die traurigen Tasten.
Dein Opa
Du schreibst für deine Kinder? Weitere Ideen findest du in den Ratgebern Brief an meinen Sohn und Brief an meine Tochter.
Nicht nur Worte
Den Enkeln kannst du so vieles mitgeben: eine Stimme, eine Melodie, den Duft eines Rezepts.
- Deine Stimme.Ein Märchen, von dir vorgelesen, mit den Pausen und den Stimmen der Figuren.
- Eine Melodie.Das Stück, das ihr zusammen gespielt habt, aufgenommen am Klavier zu Hause.
- Ein Rezept.Das vom Sonntag, mit den Mengen „nach Gefühl“ endlich aufgeschrieben.
- Die Fotos von früher.Mit zwei Zeilen zu jedem: wer dabei war, wo ihr wart, was danach geschah.
- Der Familienstammbaum.Namen, Orte, Berufe: woher eure Geschichte kommt.
- Ein Video.Ein gemeinsamer Nachmittag, ein Spaziergang, ein Tanz im Wohnzimmer.
Damit er im richtigen Moment ankommt
Ein Brief von Oma und Opa verdient es, am richtigen Tag anzukommen: an einem Geburtstag, bei einem Meilenstein, in einem Moment, der zählt. Mit Erabox sind es nur drei Schritte.
Schreib oder nimm auf
Text, Stimme, Video, Fotos, eine Melodie: alles, was du deinen Enkeln mitgeben möchtest.
Wähle, wer ihn erhält
Deine Enkel müssen sich weder registrieren noch etwas herunterladen: Sie erhalten einen persönlichen, sicheren Link.
Wähle den Moment
Das erste Vorspiel, der 18. Geburtstag, der Studienabschluss oder ein Datum, das nur euch gehört.
Technik ist nicht so dein Ding? Lass dir von deinem Sohn oder deiner Tochter beim Start helfen: Schreiben ist so einfach wie eine Nachricht verschicken. Deine Worte werden auf Servern in der Schweiz bewahrt.
Brief an meine Enkel: die häufigsten Fragen
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Andere Worte für andere Momente
Die Geschichten von Oma und Opa sind ein Geschenk.
Sorg dafür, dass sie ankommen.
Schreib deinen Enkeln noch heute. Sie erhalten deine Worte an dem Tag, den du wählst.


