Blog · Eltern und Grosseltern

Fragen an Oma und Opa.
Um die Geschichten der Familie zu sammeln.

Wie sie sich kennengelernt haben, was es sonntags zu essen gab, was ihre erste Arbeit war. Solche Geschichten erzählt man am Tisch, dann verschwimmen sie in der Erinnerung. Mit den richtigen Fragen werden sie zu einem Schatz, mit ihrer eigenen Stimme.

Erabox Redaktion · Aktualisiert am · 5 Min. Lesezeit

Ein Großvater und seine Enkelin schauen gemeinsam ein altes Foto an und lächeln
Kurz gesagt

Gute Fragen an Oma und Opa drehen sich um ihre Kindheit, ihre Jugend, die Liebe, die Arbeit und ihre Ratschläge fürs Leben. Am besten klappt es in einem ruhigen Moment, ausgehend von einem Foto oder einem Gegenstand, eine Frage nach der anderen. Wer die Antworten aufnimmt, bewahrt nicht nur die Geschichten, sondern auch ihre Stimmen.

Warum

Familiengeschichten machen Kinder selbstbewusster

An der Emory University haben die Psychologen Marshall Duke und Robyn Fivush untersucht, wie Familien sich ihre eigenen Geschichten erzählen. Kinder, die mehr über ihre Familiengeschichte wissen, etwa wie sich die Eltern kennengelernt haben oder wo die Großeltern aufgewachsen sind, haben tendenziell mehr Selbstwertgefühl und kommen besser mit Schwierigkeiten zurecht.

120+

Stunden Tischgespräche, aufgenommen von 40 Familien und ausgewertet im Family Narratives Project.

Die Geschichten von Oma und Opa sind das erste Kapitel dieser Geschichte. Danach zu fragen ist ein Geschenk für alle: für die, die erzählen und sich gehört fühlen, und für die, die zuhören und erfahren, woher sie kommen.

So geht's

Fünf Tipps für das Gespräch

  1. Wählt einen ruhigen Moment. Das Sonntagsessen, ein Winternachmittag, eine Autofahrt. Keine Eile, kein Fernseher im Hintergrund.
  2. Beginnt mit einem Foto oder einem Gegenstand. Ein altes Foto, ein Geschirrservice, eine Medaille: Die Geschichten kommen von selbst.
  3. Eine Frage nach der anderen. Und dann zuhören. Die schönsten Antworten kommen oft nach einer Pause.
  4. Folgt den Abschweifungen. Wenn Opa eine andere Geschichte anfängt, lasst ihn erzählen: Dort liegen die unerwarteten Erinnerungen.
  5. Nehmt auf, wenn sie einverstanden sind. Ein Handy auf dem Tisch genügt. In zwanzig Jahren ist diese Stimme mehr wert als jede Notiz.
Die Fragen

25 Fragen an Oma und Opa

Nach Themen sortiert. Ihr müsst nicht alle stellen: Wählt jeweils fünf aus.

Kindheit

„Wie sah das Haus aus, in dem du aufgewachsen bist?“„Was hast du als Kind gespielt, und mit wem?“„Was war dein Lieblingsessen? Wer hat es gekocht?“„Wie war die Schule zu deiner Zeit?“„Wie habt ihr in deiner Familie Weihnachten gefeiert?“

Jugend und Liebe

„Was wolltest du werden, als du klein warst?“„Wie hast du Oma kennengelernt?“„Wie war euer erstes Rendezvous?“„Welche Musik hast du mit zwanzig gehört?“„Was war die schönste Reise deines Lebens?“
Eine Großmutter zeigt ihrer Enkelin das Sticken, beide sitzen eng nebeneinander auf dem Sofa

Arbeit und Zuhause

„Was war deine erste Arbeit? Wie viel hast du verdient?“„Worauf bist du in deinem Beruf am meisten stolz?“„Wie war deine erste Wohnung?“„Gibt es einen Familiengegenstand mit einer besonderen Geschichte?“„Was hat sich am meisten verändert, seit du jung warst?“

Familie

„Wie waren deine Eltern und Großeltern?“„Woran erinnerst du dich vom Tag, an dem Papa (oder Mama) geboren wurde?“„Welche Familientradition sollen wir weiterführen?“„Gibt es ein Rezept, das nur du kannst?“„Was ist deine schönste Erinnerung mit deinen Enkeln?“

Ratschläge

„Was ist das Wichtigste, das du gelernt hast?“„Was würdest du dir mit zwanzig sagen?“„Was ist das Geheimnis einer Liebe, die hält?“„Was macht dich heute noch glücklich?“„Was sollen deine Enkel über dich wissen?“
Zum Ausdrucken

Die 25 Fragen zum Ausdrucken

Drei Seiten mit den Fragen nach Themen, Linien für die Antworten und Tipps für das Gespräch.

PDF · 3 Seiten · A4
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Danach

Was ihr mit den Antworten macht

Bewahrt die Stimmen

Speichert die Aufnahmen mit Datum und Titel: „Opa Peter erzählt von seiner ersten Arbeit, Weihnachten 2026“.

Schreibt das Familienbuch

Schreibt die schönsten Geschichten in ein Heft, mit ein paar Fotos. Daraus wird ein Buch für die ganze Familie.

Ergänzt den Stammbaum

Namen, Orte und Daten werden zu Ästen. Ideen im Ratgeber Stammbaum und Familiengeschichte.

Mit Erabox

Ihre Stimmen, für wenn die Enkel groß sind

Sammelt Audio, Video und Fotos aus dem Gespräch in einer Kapsel und wählt den Tag der Zustellung: den 18. Geburtstag eines Enkels, den Studienabschluss, die Hochzeit.

1

Sammeln

Die Aufnahmen, die Fotos, handgeschriebene Rezepte, einen Brief der Großeltern.

2

Wählt, wer sie bekommt

Ein Enkel, eine Enkelin, die ganze Familie. Niemand muss sich registrieren oder etwas herunterladen: Es kommt ein persönlicher, sicherer Link.

3

Wählt den Tag

Einen Geburtstag, ein Ziel, ein Weihnachten in vielen Jahren.

Erabox bewahrt eure Erinnerungen auf Servern in der Schweiz auf und stellt sie an dem Tag zu, den ihr gewählt habt, auch in vielen Jahren.

So funktioniert es
Häufige Fragen

Fragen an Oma und Opa: häufige Fragen

Keine Antwort gefunden? Schreib uns über die Seite Hilfe.

Fragen zu ihrer Kindheit, Jugend und Liebe, zur Arbeit, zur Familie und zu ihren Ratschlägen fürs Leben. Am besten wirken konkrete Fragen: „Wie sah dein Haus aus?“ funktioniert besser als „Wie war dein Leben?“.
Mit einem Foto oder einem Familiengegenstand. Fragt „Wer ist auf diesem Foto?“ und lasst die Geschichte von selbst kommen.
Fünf oder sechs genügen. Lieber viele kurze Gespräche als ein langes, anstrengendes Interview.
Mit dem Handy auf dem Tisch, nachdem ihr um Erlaubnis gefragt habt. Speichert die Dateien dann mit Datum und Titel und macht eine Kopie.
Ja. Mit Erabox sammelt ihr Audio, Video und Fotos in einer Kapsel und wählt den Tag der Zustellung, zum Beispiel den 18. Geburtstag eines Enkels.
Jetzt beginnen

Die Geschichten von Oma und Opa erzählt man am Tisch.
Mit ihrer Stimme bleiben sie für immer.

Sammle ihre Worte und wähle, wann sie die Enkel erreichen.

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