Den Adventskalender selber machen.
24 kleine Gesten, um gemeinsam auf Weihnachten zu warten.
Ein kleiner Zettel, eine heiße Schokolade, ein Spaziergang zu den Lichtern. Ein selbstgemachter Adventskalender braucht keine Geschenke: nur etwas, das man jeden Morgen öffnet, und etwas, das man jeden Abend zusammen macht. Hier sind 24 Ideen und wie du ihn vorbereitest.

Ein selbstgemachter Adventskalender besteht aus 24 kleinen Überraschungen, eine pro Tag vom 1. bis 24. Dezember: Zettel, gemeinsame Aktivitäten, freundliche Gesten für andere. Eine Studie der University of Texas at Austin und der University of Chicago zeigt: Wer eine kleine Freundlichkeit bekommt, freut sich mehr, als der Gebende denkt.
Kleine Gesten, größer als du denkst
Amit Kumar von der University of Texas at Austin und Nicholas Epley von der University of Chicago haben Menschen gebeten, eine kleine Freundlichkeit zu verschenken und einzuschätzen, wie sich die beschenkte Person fühlen würde. Danach haben sie auch die Beschenkten gefragt. Die Studie erschien im Journal of Experimental Psychology: General.
von 84 Menschen in einem Park in Chicago haben ihre heiße Schokolade einer fremden Person geschenkt. Sie schätzten deren Stimmung im Schnitt auf 2,7 auf einer Skala von −5 bis 5. Die Beschenkten selbst gaben 3,5 an.
Wer etwas Freundliches tut, unterschätzt meist, wie viel es der anderen Person bedeutet. Ein Adventskalender aus Zetteln und kleinen Gesten ist genau das: vierundzwanzig Gelegenheiten dafür, als Familie.
Dazu kommt die Vorfreude. Thomas Gilovich und Amit Kumar von der Cornell University haben mit Matthew Killingsworth in Psychological Science gezeigt: Die Vorfreude auf ein Erlebnis macht glücklicher als die Vorfreude auf einen Gegenstand. Deshalb ist eine gemeinsame Aktivität im Türchen oft mehr wert als eine Süßigkeit.
Es zählt weniger, was im Türchen steckt, als wer es mit dir öffnet.
24 Ideen zum Befüllen deines Adventskalenders
Mische Zettel, Aktivitäten und Gesten für andere. Die längeren Aktivitäten passen gut aufs Wochenende.
- Eine Erinnerung an dieses Jahr. „Weißt du noch, als…“ und der Moment, den du gern noch einmal erleben würdest.
- Etwas, das ich an dir bewundere. Ein eigener Zettel für jede und jeden in der Familie.
- Der Familienwitz. Der, über den alle auch beim zehnten Mal noch lachen.
- Eine Schatzsuche. Ein Rätsel, das zu einer kleinen Überraschung in der Wohnung führt.
- Die Frage beim Abendessen. „Was war das schönste Geschenk, das du jemandem gemacht hast?“
- Ein Versprechen. „Morgen mache ich das Frühstück.“
- Heiße Schokolade und ein Film. Alle auf dem Sofa, unter derselben Decke.
- Der Lichterspaziergang. Nach dem Abendessen die Schaufenster und Balkone im Viertel anschauen.
- Plätzchen verzieren. Zuckerguss, Streusel und keine Regeln.
- Karten für die Großeltern. Gemeinsam geschrieben und bemalt.
- Ein Vogelhäuschen. Vor das Fenster hängen und zusammen beobachten.
- Der Spieleabend. Wer verliert, wählt das nächste Spiel aus.
- Eine Geschichte mit der Taschenlampe. Licht aus, eine Weihnachtsgeschichte, ganz leise vorgelesen.
- Der Christbaumschmuck des Jahres. Jede und jeder bastelt einen und schreibt die Jahreszahl auf die Rückseite.
- Das Wohnzimmer-Picknick. Eine Decke auf dem Teppich und Abendessen mit den Händen.
- Die Kinder wählen das Menü. Heute entscheiden sie, was es zu essen gibt.
- Die Lieder von früher. Mama und Papa erzählen, was sie als Kinder an Weihnachten gehört haben.
- Eine heiße Schokolade für jemand anderen. Für die Nachbarin oder jemanden, der draußen in der Kälte arbeitet.
- Ein Gruß für die Nachbarn. In den Briefkasten gelegt, auch ohne Unterschrift.
- Ein Spielzeug zum Verschenken. Gemeinsam ausgesucht unter denen, mit denen niemand mehr spielt.
- Ein Anruf bei den Großeltern. Mit einer Frage: „Wie war Weihnachten, als du klein warst?“
- Eine Zeichnung für jemanden, der allein wohnt. Mit einem Weihnachtsgruß an die Tür gehängt.
- Ein Dankeschön. Für die Lehrerin, den Trainer, die Postbotin: alle, die uns das ganze Jahr helfen.
- Heiligabend. Ein Brief für jede und jeden, am Abend des 24. gemeinsam gelesen.

Mehr Ideen, die ihr jedes Jahr wiederholen könnt, findest du bei den Weihnachtstraditionen in der Familie.
So machst du einen Adventskalender selbst
Du brauchst nur einen Abend im November und ein paar Dinge, die du schon zu Hause hast.
- Wähle die Hülle. 24 Umschläge mit Wäscheklammern an einer Schnur, nummerierte Papiertüten, kleine Schachteln in einer Reihe auf dem Regal.
- Erst schreiben, dann öffnen. Bereite alle Türchen bis zum 30. November vor: Im Dezember vergeht die Zeit wie im Flug.
- Plane mit der Woche. An vollen Tagen ein Zettel, am Wochenende eine längere Aktivität.
- Halte einen Joker bereit. Wenn die Idee eines Tages nicht klappt, tauschst du sie einfach aus.
- Alle machen mit. Größere Kinder können ein paar Türchen für Mama und Papa vorbereiten.
- Bewahre die Zettel auf. Eine Schachtel für die von diesem Jahr: In ein paar Jahren liest man sie gern wieder.
Was du in die Türchen schreiben kannst
Ein paar Zeilen, von Hand geschrieben. Du kannst hier anfangen.
Für Kinder, die noch nicht lesen können, ersetzt du die Worte durch eine Zeichnung oder ein Foto und erzählst die Aktivität laut.
Ein Adventskalender, der auch in die Ferne reicht
Die Großeltern in einer anderen Stadt, das erwachsene Kind, das auswärts studiert, dein Partner auf Geschäftsreise. Mit einer Erabox-Kapsel Erinnerungen bereitest du deine Nachrichten jetzt vor und lässt an jedem Adventssonntag eine ankommen.
Schreibe
Eine Nachricht, ein Foto, eine Aufnahme mit den Stimmen von zu Hause. Eine für jeden Sonntag: dieses Jahr am 29. November und am 6., 13. und 20. Dezember.
Wähle, wer sie bekommt
Deine Eltern, deine Partnerin oder deinen Partner, deine erwachsenen Kinder oder dich selbst. Niemand muss etwas herunterladen: Es kommt ein persönlicher, sicherer Link.
Wähle Tag und Uhrzeit
Am Sonntagmorgen, zur Frühstückszeit. Und die Zettel der Kleinen? Sammle sie in einer Kapsel, die ankommt, wenn sie groß sind, zum Beispiel mit 18.
Erabox bewahrt deine Nachrichten auf Servern in der Schweiz auf und stellt sie an dem Tag und zu der Uhrzeit zu, die du gewählt hast.
Adventskalender selber machen: häufige Fragen
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Ratgeber zum Vertiefen
Vierundzwanzig Türchen zum Öffnen.
Worte, die auch weit reisen.
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